Die Frau Hitt (2.270 m) ist eine markante Felsnadel in der Nordkette, dem südlichsten Gebirgszug des Karwendels hoch über Innsbruck. Ihre Silhouette erinnert an eine Frau auf einem Pferd, daher der Name, und lange Zeit galt sie als eines der Wahrzeichen der Stadt.
Es liegt etwas Besonderes in diesem Gipfel und seiner Sage - eine steinreiche, herzlose Riesin, die für ihren Geiz gegenüber einer Bettlerin zu Stein verwandelt wurde. Vom Gipfel aus schweift der Blick über das Inntal, die Dächer von Innsbruck weit unten und das wilde, steinige Frau Hitt-Kar nördlich davon. Das Gelände ist felsig und anspruchsvoll, verlangt Trittsicherheit und Klettererfahrung, und je nach Jahreszeit wechselt die Atmosphäre deutlich - im Sommer ein lohnendes Ziel für geübte Bergsteiger, im Winter eine ernste, ausgesetzte Unternehmung nur für erfahrene Alpinisten.
So erreicht man den Gipfel
Gut zu wissen
Der Legende nach wurde Frau Hitt samt ihrem Pferd zu Stein, weil sie eine hungrige Bettlerin verspottete, und Eltern warnen ihre Kinder bis heute, sie würden wie sie enden, wenn sie Essen verschwenden. Die Künstler Christo und Jeanne-Claude planten einst, den Gipfel spektakulär zu verhüllen, doch das Projekt scheiterte am fehlenden Geld.