Facimiech ist eines der eindrucksvollsten Felsgebilde in den gesamten Pieninen — senkrechte Kalksteinwände, die über 330 Meter direkt in den Fluss Dunajec abfallen. Diesen Ort erlebt man am stärksten nicht von oben, sondern vom Wasser aus: Jede traditionelle Floßfahrt durch den Pieniner Durchbruch führt unmittelbar unter diesen mächtigen Felswänden hindurch.
Der südwestliche Hang des Łysina-Massivs bildet hier einen wilden, kaum zugänglichen Felssporn, den der Dunajec von drei Seiten umfließt. Die nackten Kalkwände sind rau und ungeschützt — doch genau ihre Unzugänglichkeit hat sie zu einem Refugium für seltene Arten gemacht. Facimiech beherbergt die größte Kolonie des Sadebaum-Wacholders in den Pieninen, eine der bedeutendsten Eibenvorkommen des Gebirges sowie einzigartige Moosgesellschaften und Insektenarten, die im Polnischen Roten Buch der Tiere verzeichnet sind. Im Herbst legen sich Morgennebel über den Dunajec und verleihen der Schlucht eine märchenhafte Stimmung.
Wie man den Gipfel erreichtMit den Felssilhouetten des Facimiech sind seit Generationen Legenden verbunden — Flößer erzählen ihren Gästen noch heute die Geschichten vom Adler und der Nonne im Stein.