Der Domašín (575 m ü. d. M.) ist ein auffälliger Hügel am nördlichsten Ausläufer der Lúčanská Malá Fatra, der sich so markant in den Lauf der Waag schiebt, dass der Fluss ihn in einem weiten Bogen umrunden muss. So entstand der malerische Domašíner Mäander — eine der schönsten Flussschlingen der Slowakei und ein lohnendes Ziel für alle, die etwas abseits der großen Wanderwege suchen.
Der Hügel hebt sich deutlich vom Hauptmassiv ab und ist nach Westen hin nur durch einen flachen Sattel mit dem höheren Rakytie (741 m) verbunden. Der Gipfel ist bewaldet und bietet keine Fernsicht, doch der Weg durch den ruhigen Wald hat seinen eigenen Reiz. Am Fuß des Hügels verläuft die stark befahrene Europastraße E50 zwischen Žilina und Martin, und direkt unter dem Hügel führen zwei Eisenbahntunnel der Strecke Žilina–Košice hindurch. Besonders schön ist die Gegend im Herbst, wenn sich die Wälder über dem geschwungenen Fluss in warmen Farben zeigen.
Aufstieg zum GipfelWährend des Slowakischen Nationalaufstands, am 31. August und 1. September 1944, war der Domašín ein wichtiger Stützpunkt der Verteidigungslinie im Strečno-Engpass — gehalten von einem Bataillon französischer Partisanen der 1. Partisanenbrigade M. R. Štefánik, ein ungewöhnliches Kapitel europäischer Kriegsgeschichte an diesem stillen Ort.