Der Diabliniec (1.241 m ü.d.M.) ist einer jener Tatra-Gipfel, die sich dem Massentourismus vollständig entziehen — ein wilder, bewaldeter Felsen, der am weitesten nach Osten in das Lejowa-Tal vorspringt. Der Lejowy-Bach umfließt ihn von drei Seiten, als würde er ihn bewachen. Der Name sagt alles: Auf Polnisch bedeutet er so viel wie 'der Teuflische' — benannt nach den erschreckend steilen Hängen.
Der Gipfel ist vollständig von Wald bedeckt und verströmt eine ursprüngliche, unberührte Atmosphäre. Zwischen den Hängen des Diabliniecs und dem gegenüberliegenden Rücken der Zadnia Kopka verengt sich das Lejowa-Tal zu einer dunklen Schlucht, die sich um den Gipfel schlingt, bevor sie sich oberhalb zur Niżnia Polana Kominiarska wieder weitet. Im Frühling rauscht der Bach laut durch die Enge, im Sommer spendet der dichte Nadelwald kühlen Schatten, und im Herbst leuchten Buchen und Vogelbeeren in warmen Farben. Geologen gehen davon aus, dass Diabliniec und Zadnia Kopka einst ein gemeinsames Massiv bildeten — der Lejowy-Bach schnitt sich über Jahrtausende nach Norden durch und formte dabei das gesamte Tal neu.
Aufstieg zum GipfelDieser Gipfel ist ein Augenschmaus, kein Ziel für die Wanderstiefel — vom Talboden des Lejowa-Tales aus wirken die 'teuflisch steilen' Hänge besonders eindrucksvoll.