Die Czuprana (777 m ü. d. M.) ist der ruhigere der beiden Gipfel des Jarmuta-Massivs in den Kleinen Pieninen — ein waldbedeckter, fast unberührter Berg, der hinter seiner stillen Fassade eine überraschend reiche Geschichte verbirgt. Markierte Wanderwege gibt es hier keine, doch genau das macht den Reiz aus.
Der Gipfel ist fast vollständig von Fichten-Tannen-Wald mit Buchenbeimischung bedeckt und bietet je nach Jahreszeit ein anderes Gesicht: kühl und grün im Sommer, golden leuchtend im Herbst, still und verschneit im Winter. Am nördlichen Fuß des Berges fällt eine markante senkrechte Felswand auf — das Überbleibsel des ehemaligen Andesit-Steinbruchs Maniów. Die südöstlichen Hänge fallen zum Tal des Palkowski-Bachs ab, die nördlichen zum Grajcarek-Tal. Nur etwa 370 Meter Luftlinie entfernt erhebt sich der höhere Jarmuta-Gipfel (794 m), von der Czuprana durch den Matwijowa-Pass (763 m) getrennt.
Aufstieg zum GipfelDer Name Czuprana leitet sich vom tatarischen Wort 'czubryna' ab, das einen Haarschopf auf dem Scheitel eines rasierten Kopfes bezeichnete — ein treffendes Bild für diesen bewaldeten Kuppe. Botanisch interessant: 2016 wurde hier das seltene Moos Andreaea rupestris var. rupestris nachgewiesen.