Der Czerenin (929 m ü. d. M.) ist ein stiller Gipfel im westlichen Bieszczady-Gebirge, der genau auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze liegt — ein Ort, an dem man bei einer einzigen Wanderung zwischen zwei Ländern wechselt. Abseits der großen Touristenströme hält er für Neugierige auch ein Stück greifbarer Geschichte bereit.
Der Gipfel gehört zum Hauptkammkamm des westlichen Bieszczady, von dem Bäche in drei verschiedene Flussgebiete abfließen. Die Hänge sind dicht bewaldet — Buchen und Tannen prägen das Bild — und die Atmosphäre ist ruhig und ursprünglich. Im Herbst leuchten die Wälder in satten Farben, im Frühjahr wandert man im kühlen Schatten des frischen Blätterdachs.
AufstiegsmöglichkeitenIm November 1914 überschritt General Lawrenti Kornilow den Pass unterhalb des Czerenin mit einem eigenmächtigen Angriff auf österreichisch-ungarische Stellungen — sein kühner Versuch, Humenné zu nehmen, endete in einer militärischen Katastrophe für die russischen Truppen.