Die Fichtentalspitze — auf Polnisch Cubryna — ist mit 2376 m der sechsthöchste Gipfel Polens und einer der markantesten Zacken im Hauptkamm der Tatra. Der zerrissene, borstige Gipfel liegt genau auf der europäischen Wasserscheide und markiert den Treffpunkt dreier historischer Landschaften: Podhale, Liptau und Zips.
Das Gelände rund um die Fichtentalspitze ist wild und felsig. Drei Täler treffen sich an ihrem Fuß — das Rybi-Potok-Tal, das Mengusovská-Tal und das Temnosmrečinská-Tal. Vom Gipfel aus reicht der Blick über den berühmten Meeressee (Morskie Oko) und die umliegenden Felstürme. Im Winter verwandelt sich der Berg in ein echtes Alpinziel — Bergsteiger besuchen ihn in der kalten Jahreszeit sogar häufiger als im Sommer.
AufstiegsmöglichkeitenAn den Hängen der Fichtentalspitze wachsen seltene alpine Pflanzenarten, die in Polen nur in der Tatra vorkommen — darunter Alpenstraußgras, Felsenbeifuß und Tatrakresse. Die erste Sommerbesteigung gelang am 6. September 1884 Karol Potkański gemeinsam mit den Bergführern Kazimierz Bednarz und Jan Fedra.