Die Cisowa Turnia (1112 m ü. M.) ist einer jener Tatra-Gipfel, die man eher spürt als erklimmt — vollständig bewaldet, wild und für Besucher bewusst unzugänglich. Sie erhebt sich südlich über den Lichtungen Biały Potok und Siwa Polana und bildet das nordwestliche Ende des Kominiarski-Wierch-Kamms.
Der Gipfel selbst ist für Wanderer nicht zugänglich und von dichtem Wald bedeckt, der der gesamten Gegend einen ursprünglichen, unberührten Charakter verleiht. Eingebettet zwischen dem Lejowa-Tal und dem Chochołowska-Tal bietet dieser Winkel der polnischen Tatra eine seltene Stille. Im Herbst leuchten die Wälder in Gold und Rostrot, im Frühling trägt die Luft den Duft von Harz und feuchter Erde. Die Westhänge werden vom Macicki-Żleb-Graben zerschnitten.
Anreise zum GipfelDer Gipfel besteht aus eozänen Sedimentgesteinen der Choc-Decke — ein geologisches Zeugnis urzeitlicher Meere, das heute unter dem dichten Bergwald verborgen liegt.