Der Cichoń ist ein unscheinbarer, aber reizvoller Gipfel im Beskid Wyspowy, eingebettet in den Ostra-Grat. Interessant: Auf den offiziellen Geoportal-Karten sucht man diesen Namen vergeblich — dort sind zwei Gipfel verzeichnet, Tokań und Księża Góra, während Cichoń eigentlich den Wald an ihren Hängen bezeichnet, ein Name, den die Einheimischen heute für den ganzen Berg verwenden.
Der Gipfel ist fast vollständig bewaldet — in den unteren Lagen herrscht Karpaten-Buchenwald, weiter oben Nadelwald mit Fichte und Tanne. Felder reichen nur von Südwesten her an den Berg heran, im Bereich der Weiler Piechotówka und Szlagi. Von dem Pfad, der am oberen Waldrand entlangführt, öffnen sich weite Ausblicke auf Gorc, Turbacz, Jasień, Krzystonów, die nahe Mogielica, Łopień und in der Ferne die Śnieżnica. An den Nordhängen lohnt sich ein Abstecher zum Waldlehrpfad, der durch ein für seinen Pilzreichtum bekanntes Gebiet führt, besonders Edelreizker — er endet an einem Rastplatz mit Bänken und Tischen mit Blick auf Jabłoniec, Kamionna und den Łososina-Kamm.
Wie man den Gipfel erreicht
Praktische Informationen
Früher nannten die Einheimischen den Berg Tokoń, angeblich nach den Balzplätzen der Auerhähne, die hier einst zu finden waren. Heute sagt jedoch jeder einfach: Cichoń.