Die Brestová (1.932 m ü. d. M.) ist das orografische Herzstück der gesamten Salatín-Gruppe in den Slowakischen Westtatra — ein offener, grasbedeckter Gipfel mit herrlichem Rundblick und wohltuender Abgeschiedenheit. Sie liegt im Hauptkamm zwischen dem Salatyński Wierch und dem Zuberský Wierch und ist damit ein natürlicher Knotenpunkt für alle, die den ruhigeren Teil der Tatra auf dem Grat erkunden möchten.
Der Gipfelbereich besteht aus Granit-Gneis-Gestein; die oberen Hänge sind grasbewachsen, die unteren — vor allem nach Norden hin — felsig und steil. Im Spätsommer färbt sich das Moorgrass rotbraun und verleiht den Hängen ein warmes, herbstliches Leuchten. Vom freien Gipfel genießt man einen weiten Blick auf die nahe Osobitá und den Sivý Vrch sowie ins gesamte Rohačská-Tal mit seinen markanten Gipfeln. Im Winter zieht das Massiv Skifahrer an — am Fuß des Berges im Salatyňská-Tal gibt es einen Skilift.
AufstiegsmöglichkeitenWährend des Zweiten Weltkriegs befand sich an den Hängen der Brestová ein Partisanen-Feldlazarett. Im Februar 1945 retteten Bergretter des TOPR verwundete slowakische und russische Partisanen durch einen Schneesturm über den Łuczniańska-Pass nach Zakopane — eine der kühnsten Winterrettungsaktionen in der Geschichte der Tatra.