Der Borsuczyny (939 m ü.d.M.) ist ein kompakter, aber überraschend wilder Gipfel in den Kleinen Pieninen — steil, felsig und von Fichtenwald bedeckt. Er liegt direkt auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze und verleiht jeder Wanderung entlang des Kamms eine besondere Note.
Die polnischen Nordhänge fallen zum Dorf Jaworki (Gemeinde Szczawnica) hin ab. Unterhalb des Gipfels erstreckt sich die weitläufige Połonina Kiczera — eine offene Bergweide, die einst von der Lemken-Gemeinschaft von Jaworki bewirtschaftet wurde. Diese Lichtung bildet einen schönen Kontrast zum felsigen Kamm darüber und wandelt ihr Gesicht mit den Jahreszeiten: saftig grün im Sommer, leuchtend bunt im Herbst, still und abgeschieden im Winter. Die südlichen, slowakischen Hänge sind vollständig bewaldet und gehören zum Schutzgebiet PIENAP. Der Aufstieg von der Stachurówki-Sattel (905 m) im Südosten ist das anspruchsvollste Wegstück — steil und felsig, trittsicheres Schuhwerk ist Pflicht. Auf der Nordseite des Gipfels existiert ein von Wanderern ausgetretener Abkürzungspfad, mit dem man den Gipfelanstieg umgehen kann.
Wie man den Gipfel erreichtIm Jahr 2016 wurde hier die seltene, geschützte Moos-Art Bessers Neckermoos (Neckera besseri) entdeckt — ein Zeichen für den außergewöhnlichen Naturwert dieses unscheinbaren Gipfels.