Der Borišov (1510 m ü. M.) ist der höchste Gipfel des turzianer Zweiges der Großen Fatra in der Slowakei — und gleichzeitig der einzige Gipfel dieses Zweiges, der die 1500-Meter-Marke überschreitet. Seine waldfreie Kuppe bietet ein weites Panorama, das den vergleichsweise kurzen Aufstieg mehr als wett macht. Wer die Große Fatra kennenlernen möchte, kommt am Borišov kaum vorbei.
Im Frühjahr leuchten die Gipfelwiesen violett vom blühenden Zipser Krokus, im Sommer folgen Enziane, Alpenquendel und Rosenwurz. Vereinzelte Baumgruppen nahe dem Gipfel erinnern daran, dass der Wald hier einst höher reichte als irgendwo sonst in der Großen Fatra. Die Nordhänge fallen steil ins Belianska-Tal ab, die Südwesthänge zur Necpalská-Dolina. Der südliche Hang des Borišov gilt als eine der lawinengefährlichsten Stellen der gesamten Großen Fatra — im Winter und Frühling ist besondere Vorsicht geboten.
AufstiegsmöglichkeitenDie Hütte unterhalb des Gipfels hat eine bewegte Geschichte: Ihr Bau begann 1937, wurde aber wegen schwieriger Materialtransporte erst 1942 abgeschlossen. Während des Slowakischen Nationalaufstands war sie von Partisanen besetzt und entging nur knapp der Zerstörung durch deutsche Truppen.