Der Beskid (2012 m ü. M.) ist der östlichste Gipfel des Hauptkamms der Westlichen Tatra — ein bescheidener, felsiger Gipfel, der mit überraschend schönen Ausblicken und leichter Erreichbarkeit punktet. Er liegt genau auf der polnisch-slowakischen Grenze und bietet Panoramablicke auf zwei Täler zugleich: das polnische Gąsienicowa-Tal und das slowakische Stille Tal (Dolina Cicha).
Der Gipfel selbst ist steinig und kahl, doch die umliegenden Hänge sind sanft und grasig, was die Gratwanderung hier zu einem echten Genuss macht. Der Beskid besteht aus rosa Granit und gehört zur sogenannten Goryczkowa-Kristallinsel — einer kleinen Gruppe von Granitgipfeln auf einem Kalksteinuntergrund. Wer genau hinschaut, entdeckt zwischen den Latschenkiefern an den Nordhängen Kalksteinfelsen — ein schönes Zeugnis der geologischen Vielfalt der Tatra. Im Sommer leuchten die Grashänge sattgrün, im Herbst färben sie sich gold, und im Winter liegt der Grat unter klassischer Tatra-Schneedecke.
Anstieg zum GipfelEine kuriose Geschichte: Am Fuß des Beskid im Gąsienicowa-Tal begann ein einheimischer Bergsteiger namens Eugeniusz Sieczka-Gąsienica 1934 mit dem Bau einer privaten Berghütte. Die Eröffnung der Seilbahn auf den Kasprowy Wierch 1936 ruinierte sein Geschäft — die letzten Mauerreste, liebevoll 'Gienkowe Mury' genannt, wurden erst 2006 beseitigt.