Bardo gehört zu jenen Gipfeln der Gorce, die nicht mit ihrer Höhe protzen, sondern mit stiller Waldruhe überzeugen — ein vollständig bewaldeter Gipfel, über den der Hauptbeskidenweg führt, der Rabka-Zdrój mit dem Turbacz verbindet. Ein Ort für alle, die dichten Wald mehr schätzen als spektakuläre Panoramen.
Früher gab es auf dem Gipfel eine Lichtung mit einem hölzernen Vermessungsturm — heute ist davon nichts mehr zu sehen, der Wald hat sich die Fläche zurückerobert. Der Wanderweg führt nicht direkt über den Gipfel, sondern quert die Nordhänge durch eine kleine, längliche Lichtung namens Zimna Woda (Kaltes Wasser). Dort entspringt eine Quelle, die dem gleichnamigen Bach seinen Ursprung gibt, und direkt am Weg steht eine kleine Wegkapelle, die zum kurzen Verweilen einlädt. Im Sommer spendet der Wald angenehmen Schatten, im Herbst leuchtet der Gorce-Kamm in bunten Farben, und im Winter wird der Weg besonders still und beschaulich — ideal für alle, die ruhige Wanderungen abseits der Massen suchen.
Wie man den Gipfel erreicht
Praktische Informationen
Der Name Bardo hat einen interessanten Ursprung — im Altpolnischen bedeutete er schlicht 'Hügel', ähnlich wie brdo im Slowenischen und Kroatischen oder брдо im Serbischen. Ein sprachliches Echo aus Zeiten, in denen Bergnamen einfach das beschrieben, was sie waren.