Tief in den Wäldern des Drahaner Berglands verbergen sich die bescheidenen Überreste der mittelalterlichen Burg Stagnov, auch Hrádek oder Nový Hrad genannt. Für Wanderer, die abseits ausgetretener Pfade Geschichte spüren wollen, ist dieser einst wichtige Stützpunkt der mächtigen Adelsgeschlechter Šternberk, Kravař und Boskovice ein lohnendes Ziel.
Die Burg stand auf einem schmalen Bergsporn über dem Bach Rakovec, natürlich geschützt durch steile Hänge auf zwei Seiten, während im Osten und Südosten ein System aus Gräben und Wällen die Verteidigung übernahm. Heute ist das Gelände dicht bewaldet, ein Ausblick fehlt völlig - doch die im Gelände noch erkennbaren Gräben, Wälle und wenigen Mauerreste erzeugen eine stille, geschichtsträchtige Atmosphäre, besonders im Herbst oder zeitigen Frühjahr, wenn das Unterholz licht ist.
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Praktische Informationen
Wissenswert: Der Name der Burg geht vermutlich auf das Geschlecht der Stange zurück, deutsche Lehnsleute des Olmützer Bischofs, die im 13. Jahrhundert das damals noch dünn besiedelte Drahaner Bergland kolonisierten.