Die Burg Neuhof zählt zu den stimmungsvollsten Ruinen im gesamten Sudetenraum — ein gotisches Torportal, das zwischen Buchenstämmen auftaucht, moosbedeckte Mauern und eine Stille, die nur der Wind im Wald unterbricht. Gegründet an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, verbindet dieser Ort tiefe Geschichte mit dem Reiz einer lohnenden Bergwanderung.
Die Ruinen erheben sich auf dem kegelförmigen Hügel Zamkowa Góra (618 m ü. NN.) im südöstlichen Teil des Waldenburger Gebirges, innerhalb des Waldenburger Sudeten-Landschaftsparks. Die Hänge sind steil, der aus permischen Melaphyren aufgebaute Gipfel ist von einem schönen submontanen Buchenwald umgeben. Im Frühling leuchtet der Wald in frischem Grün, im Herbst in Gold und Rot. Von der südlichen Terrasse bieten sich Ausblicke auf die Gipfel Borowa und Kozioł. Der fast 50 Meter lange Burghof beeindruckt noch heute, obwohl er längst von Bäumen zurückerobert wurde.
Anreise und ZugangBemerkenswert: Die Burg Neuhof wurde nie im Sturm genommen — weder in den Hussitenkriegen noch im Ringen zwischen Matthias Corvinus und Vladislaus Jagiellon. Erst ein Blitzschlag im Jahr 1581 und die Wirren des Dreißigjährigen Krieges besiegelten das Schicksal dieser unbezwungenen Festung.