Die Festung Kosmač ist eine verfallene österreichisch-ungarische Festungsanlage auf einem Hügel über der Straße zwischen Budva und Cetinje — einst die südlichste Festung eines ganzen Kaiserreichs. Heute ist sie ein eindrucksvoller Ort für Geschichtsinteressierte und Wanderer, an dem die zerfallenen Mauern von alten Grenzen und Aufständen erzählen.
Auf rund 800 Metern Höhe gelegen, bietet die Festung weite Ausblicke sowohl auf die Adriaküste als auch ins bergige Hinterland — sie wurde einst so konzipiert, dass Verteidiger in acht Richtungen gleichzeitig blicken konnten. Das Gebäude hat sein Dach und das oberste Stockwerk vollständig verloren, das Innere ist mit eingestürztem Mauerwerk übersät, was der Anlage eine raue, verlassene Atmosphäre verleiht. Im Sommer heben sich die hellen Kalksteinmauern deutlich von der trockenen montenegrinischen Landschaft ab, während es im Winter hier oft windig und einsam wird — ein lohnender Zwischenstopp für alle, die stimmungsvolle Ruinen mögen.
Anfahrt
Praktische Informationen
1869 wurde der Kommandant der Festung von einem lokalen Aufständischen aus dem nahen Brajići erschossen, der später zu einer Art Volksheld wurde und noch heute in der Dorfkirche geehrt wird.