Auf 1.616 Metern Höhe an der Babia Góra, nahe der Quelle Głodna Woda, liegen die kargen Überreste des ersten Touristenschutzhauses in den Schlesischen Beskiden. Wer hierher kommt, betritt einen Ort voller Geschichte — und spürt, wie viel dieser scheinbar leere Berghang erlebt hat.
Die Lage bietet genau jene Panoramen, die einst Gäste des Schlesinger-Hauses begeisterten: Bei klarem Wetter reicht der Blick zu den Tatra, der Kleinen Fatra und dem Orava-Gebiet. Die Landschaft ist rau und ursprünglich, wie es für die Gipfelzone der Babia Góra typisch ist. Im Winter liegt hier tiefer Schnee — schon in den 1930er Jahren kamen Skifahrer in diese Gegend.
Anreise und ZugangDas Schlesinger-Haus auf der Babia Góra wurde am 11. Juni 1905 feierlich eröffnet und wechselte im Laufe der Jahrzehnte mehrfach den Besitzer — es überstand zwei Weltkriege und mehrere Grenzverschiebungen, bevor es 1949 unter ungeklärten Umständen abbrannte. Ein rätselhaftes Ende für eines der bedeutendsten Kapitel der Beskiden-Tourismusgeschichte.