Über einer Flussschleife der Osława erheben sich die monumentalen Ruinen dieses spätbarocken Wehrklosters — eines der wenigen erhaltenen befestigten Klöster Polens. Seine Geschichte ist bewegt: Belagerung durch russische Truppen während der Konföderation von Bar, ein rätselhaftes Feuer und zwei gescheiterte Wiederaufbauversuche im 20. Jahrhundert.
Das Kloster steht auf dem Hügel Mariemont, errichtet aus gelbem Sandstein; die steile Südseite fällt zum Fluss ab und wird von Kletterern zum Training genutzt. Der Hügel hat ein ungewöhnlich warmes Mikroklima mit wärmeliebenden Bäumen und Sträuchern, außerdem leben hier Ringelnattern und Vipern. Von den Mauern aus reicht der Blick über Zagórz, die Słonne-Berge und den östlichen Beskid Niski — besonders eindrucksvoll bei Sonnenuntergang, während Herbst und Winter den Ruinen eine geheimnisvolle, romantische Stimmung verleihen.
AnfahrtIn der Kirchenruine erinnert eine Tafel an den Besuch des späteren Papstes Johannes Paul II. im Jahr 1957, und örtliche Legenden erzählen von einem geheimen Tunnel unter dem Flussbett der Osława sowie einem nächtlichen Mönchsgeist in den Ruinen.