Mitten im Dorf Szalonna, auf einem kleinen Hügel, steht eines der faszinierendsten Baudenkmäler Nordungarns - eine mittelalterliche Rundkirche kombiniert mit einem markanten hölzernen Glockenturm. Hier treffen romanische und gotische Architektur aufeinander, und Freskenfragmente aus acht Jahrhunderten haben Brände, Überfälle und zahlreiche Umbauten überstanden.
Ursprünglich als runde Rotunde vom örtlichen Zweig der Sippe Örsúr erbaut und später im romanischen Stil erweitert, gehört die Kirche heute der reformierten Gemeinde. Die charakteristische Backsteinzier der Außenfassade und die in Ungarn einzigartigen, stufenförmigen Fensterlaibungen verleihen dem Bau einen unverwechselbaren, herben Charme. Daneben erhebt sich der 15 Meter hohe hölzerne Glockenturm von 1765, ein Werk des Zimmermanns András Varga - eine barocke Konstruktion mit Galerie, die im Sommer im Grün des Hügels versinkt und im Winter dunkel vom Schnee absticht. Die friedliche Atmosphäre lädt zu einem ruhigen, unbeschwerten Rundgang ein.
AnfahrtIm Inneren der Rotunde sind Freskenfragmente aus dem 11. bis 15. Jahrhundert erhalten, darunter seltene Weihekreuze und Szenen aus dem Leben der heiligen Margarete von Antiochien - stumme Zeugen von vier Jahrhunderten sakraler Malerei.