Das Paluďai-Palais in der Pražská-Straße ist eines der schönsten neorenaissance-zeitlichen Stadtpalais Bratislavas — ein repräsentatives Gebäude mit einer Geschichte, die Weinkultur, unternehmerischen Geist und moderne Diplomatie miteinander verbindet. Wer bei einem Stadtspaziergang architektonische Entdeckungen liebt, wird hier garantiert fündig.
Das Palais steht an der Pražská 1 und wurde von Ignác Feigler dem Jüngeren entworfen. Der Bau erstreckte sich von 1873 bis 1879 und wurde vom Weinbauer und Unternehmer Jakub von Palugyay in Auftrag gegeben. Der gesamte Komplex — einschließlich der Weinkeller — wuchs bis 1918 weiter und wurde als Produktionsstätte des preisgekrönten Weins 'Château Palugyay' weithin bekannt. Das Gebäude strahlt die gediegene Eleganz des späten 19. Jahrhunderts aus und ist dabei kein museales Objekt, sondern ein lebendiger Teil der Stadt. Nach einer umfassenden Renovierung im Jahr 2002 beherbergt es heute das Außenministerium der Slowakischen Republik.
AnreiseEine kleine Besonderheit: Der Name 'Château Palugyay' bezeichnete ursprünglich die hier produzierte Weinmarke — erst mit der Zeit übertrug sich der Name auf das Gebäude selbst, was es zum einzigen Palais Bratislavas macht, das nach einem eigenen Weingut benannt wurde.