Schloss Güttmannsdorf, heute Dobrocin, ist eines jener schlesischen Denkmäler, die selbst im Zustand des Verfalls ihren Zauber nicht verloren haben. Die neogotische Fassade, der Wappenkartuschen-Schmuck, ein Teich, ein Park und eine Schlosskapelle bilden gemeinsam ein stimmungsvolles Ensemble am Rand des Dzierżoniów-Beckens — ideal für einen ruhigen Spaziergang mit einem Hauch historischer Melancholie.
Das Schloss liegt am Fuß der Guminer Hügel, eingebettet in einen Park aus dem späten 19. Jahrhundert. Im Herbst entfaltet der Park seinen ganz besonderen Reiz — das gelbe Laub und die Stille lassen die Vergangenheit lebendig werden. Im Frühling blüht die Umgebung auf, und die nahen Teiche verleihen der Anlage einen romantischen Charakter. Der auf einem hufeisenförmigen Grundriss errichtete Bau beeindruckt mit seinem neogotischen Detail: einem Spitzbogenportal, Maßwerkfenstern und einem gestuften Giebel über der Hauptfassade.
AnreiseIm neogotischen Maßwerkfenster an der teichseitigen Fassade ist noch heute der Wappenkartuschen der Familie von Portatius zu erkennen — der letzten Eigentümer, die das Schloss um die Jahrhundertwende grundlegend umbauten und damit ihre Spuren hinterließen.