Stellen Sie sich einen Bergsee vor, der einen ehemaligen Mühlsteinbruch füllt, umgeben von bis zu 70 Meter hohen Felswänden. Der Megyer-hegyi tengerszem (wörtlich 'Meeresauge des Megyer-Bergs') zählt zu den fotogensten Orten Ungarns - trotz seines Namens hat er jedoch nichts mit einem Gletschersee zu tun, sondern ist schlicht in einer alten Grube gesammeltes Regenwasser.
Der See liegt auf dem 324 Meter hohen Megyer-Berg, direkt oberhalb der Stadt Sárospatak. Das Gestein - verkieselter Rhyolithtuff aus dem Miozän - wurde hier ab dem 15. Jahrhundert zur Herstellung von Mühlsteinen abgebaut. Heute führen gut ausgebaute, mit Geländern gesicherte Wege durch den Wald bis zum Rand des gefluteten Steinbruchs und ermöglichen einen Blick hinunter auf das türkisfarbene Wasser. Der Ort hat in jeder Jahreszeit seinen eigenen Reiz - frisches Grün im Frühling, kühles Wasser im Sommer, farbenprächtiges Laub im Herbst. 2011 kürten die Leser des Nachrichtenportals Origo diesen Ort zum schönsten Naturwunder Ungarns.
Anreise
Praktische Informationen
Die Steinbrucharbeiter schlugen sich einst kleine Wohnnischen in die Felswände - Spuren dieses jahrhundertealten Handwerks sind rund um den See noch erkennbar.