Im kleinen Dorf Roztoka, in der Gemeinde Bircza, steht eine hölzerne Kirche mit bewegter Geschichte — einst eine griechisch-katholische Kirche, heute eine römisch-katholische Filialkirche. Sie wurde 1936 an der Stelle einer älteren Kirche von 1822 errichtet und zeugt still von der wechselvollen Geschichte dieser Grenzregion.
Das Gebäude wurde auf einem griechischen Kreuzgrundriss errichtet, mit einer zentralen Kuppel auf einer achteckigen Trommel. Die dreiteilige, nicht orientierte Anlage und die Blockbauweise mit senkrechter Verschalung sind ein schönes Beispiel für die Suche nach dem sogenannten ukrainischen Nationalstil, der in diesem Teil Südostpolens weit verbreitet war. Der umliegende alte Friedhof mit Resten von Grabsteinen verleiht dem Ort eine nachdenkliche Atmosphäre, besonders im Herbst, wenn sich Nebel über die umliegenden Hügel legt. Eine Glocke, die an einem Balken zwischen zwei alten Linden hängt, ist ein Detail, das Besuchern lange in Erinnerung bleibt.
AnfahrtDies ist ein Ort, an dem die Geschichte des polnisch-ukrainischen Grenzgebiets bei jedem Schritt spürbar wird — ein kurzer Halt lohnt sich bei einer Wanderung durch das Vorgebirge von Przemyśl.