Im kleinen Dorf Równia in der Woiwodschaft Karpatenvorland steht eine jener Holzkirchen, die die Geschichte eines Kulturgrenzlandes besser erzählen als manches Geschichtsbuch. Die einstige griechisch-katholische Kirche, heute römisch-katholisch, besticht durch ihre charakteristische Bojken-Architektur und ist eine wichtige Station auf der Route der Holzarchitektur.
Das Gebäude repräsentiert den Bojken-Typ - dreiteilig, mit einem deutlich höheren und breiteren Mittelschiff. Über jedem Teil erheben sich sphärische Kuppeln unterschiedlicher Größe, gekrönt von schmiedeeisernen Kreuzen, umgeben von einem breiten Dachüberstand, der die Wände vor Regen und Schnee schützt. Rechteckige Fenster lassen weiches, gestreutes Licht ins Innere. Die ruhige, wenig touristische Umgebung des Dorfes lädt zum Verweilen ein - besonders im Herbst, wenn die umliegenden Hügel bunt leuchten, und im Winter, wenn Schnee die klaren Linien der Kuppeln betont.
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Praktische Informationen
Interessant - die örtlichen Gläubigen begannen die Umgestaltung zur katholischen Kirche noch vor der offiziellen staatlichen Genehmigung, die formale Übergabe erfolgte erst drei Jahre später.