Die Ruine der Burg Adršpach thront auf dem felsigen Plateau des Zámecký vrch auf 681 Metern Höhe, nur zwei Kilometer westlich des Dorfes Adršpach. Wahrscheinlich von König Johann von Böhmen im frühen 14. Jahrhundert gegründet, birgt diese ehemalige Königsburg eine bewegte Geschichte — und ein Besuch zwischen den moosbedeckten Mauerresten fühlt sich an wie eine Reise ins Mittelalter.
Die Atmosphäre ist wild und ursprünglich: Mauerbruchstücke wachsen aus dem Fels, in den Stein gehauene Gänge zeugen von der einstigen Anlage, und der dichte Wald hüllt alles in stille Abgeschiedenheit. Im Frühling und Herbst ziehen Nebelschwaden zwischen den Bäumen hindurch und verleihen der Ruine eine fast mystische Stimmung. Im Sommer bietet der schattige Wald angenehme Kühle abseits des Trubels der Adršpach-Weckelsdorfer Felsen.
Anreise und WegbeschreibungDas Ende der Burg kam 1447, als schlesische und lausitzische Städte die Anlage für 900 ungarische Goldgulden von ihrem Besitzer aufkauften und schleifen ließen — als Reaktion auf die Raubzüge der Burgbesatzung ins benachbarte Schlesien.