Die Burg Füzér thront auf einem markanten Vulkankegel, der sich 170 Meter über das gleichnamige Dorf im Zempléner Gebirge im Nordosten Ungarns erhebt. Sie zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen des Landes und verbindet eine über 750-jährige Geschichte mit atemberaubender Naturkulisse — ein Ausflugsziel, das Burgenliebhaber, Wanderer und Naturfreunde gleichermaßen begeistert.
Der Burghügel besteht aus grauem Dazit mit charakteristischer Säulenstruktur — eine geologische Besonderheit, die normalerweise nur bei Basalt vorkommt. Die senkrechten Felswände umgeben den Gipfel auf drei Seiten und machen ihn natürlich schwer zugänglich. Vom Burgplateau aus schweift der Blick über den Gipfel Nagy-Millic, die bewaldeten Höhen der Háromhuta-Gruppe und das weite Becken des Oberen Hegyköz. Im Frühling blühen an den Felsen Zwerg-Schwertlilien in Violett und Gelb, im Sommer umrahmt dichter Wald die Mauern, im Herbst leuchten die Hänge in warmem Gold. Der bekannte ungarische Fernwanderweg Országos Kéktúra führt direkt durch das Gelände.
Anreise und AufstiegEin bemerkenswertes historisches Detail: Im Jahr 1526 verbarg Perényi Péter die Heilige Krone Ungarns nach der Krönung von Johann Zápolya mindestens ein Jahr lang in der Burgkapelle oder im Palast von Füzér — eine der spannendsten Episoden in der langen Geschichte dieser außergewöhnlichen Festung.
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