Im Lemken-Dorf Bartne in den Niederen Beskiden verbirgt sich eine der eindrucksvollsten Holzkirchen der polnischen Karpaten. Die 1842 erbaute griechisch-katholische Kirche ist ein stilles Zeugnis einer verschwundenen Kultur — und heute ein kleines Museum, das Besucher mit seiner Authentizität und Stille tief berührt.
Die Kirche liegt auf einer sanften Anhöhe, umgeben von einem hölzernen Bretterzaun mit Schindeldach, einem alten Lemken-Friedhof mit von einheimischen Steinmetzen gefertigten Grabsteinen und dem für die Niederen Beskiden typischen, hügelig-bewaldeten Landschaft. Wände und Dächer sind vollständig mit Holzschindeln gedeckt, was dem Bauwerk einen zeitlosen, organischen Charakter verleiht. Im Herbst, wenn die umliegenden Wälder in Gold und Rostrot leuchten, ist der Anblick besonders unvergesslich.
AnreiseDie Türrahmung im Vorraum stammt aus der nicht mehr existierenden Kirche von Nieznajowa aus dem Jahr 1780 — eine stille Erinnerung an die Lemken-Dörfer, die nach den Vertreibungen von 1947 von der Landkarte verschwanden.