Die Holzkirche im kleinen Dorf Turzańsk gehört zu den schönsten Sakralbauten der polnischen Karpaten und ist seit 2013 UNESCO-Weltkulturerbe — ein Ort, der mit seiner stillen Schönheit und bewegten Geschichte jeden Besucher tief beeindruckt. Wer die Bieszczady-Region erkundet, sollte diesen Abstecher auf keinen Fall auslassen.
Die Kirche wurde zwischen 1801 und 1803 im lemkischen Stil erbaut und ist ein Paradebeispiel traditioneller Holzbaukunst. Fünf charakteristische Zwiebeltürmchen mit schmiedeeisernen Kreuzen prägen die markante Silhouette, während die senkrecht verschalten dunklen Holzwände einen wunderbaren Kontrast zur grünen Hügellandschaft bilden. Im Inneren erwarten den Besucher eine beeindruckende Ikonostase und eine Polychromie — beide aus der Hand von Josyp Bukowczyk aus dem Jahr 1895 bzw. 1898. Im Herbst, wenn die Wälder sich golden färben, entfaltet das Ensemble seinen ganz besonderen Zauber. Neben der Kirche steht ein dreigeschossiger Holzglockenturm aus dem Jahr 1817, der das stimmungsvolle Bild abrundet.
AnreiseNach der Zwangsumsiedlung der ukrainischen Bevölkerung im Rahmen der 'Aktion Weichsel' nutzten Lateinische Katholiken die Kirche über ein Jahrzehnt lang — erst 1963 kehrte sie in orthodoxen Besitz zurück, eine Geschichte, die man in diesem Ort spüren kann.